2105 Island Agrar - olafc

2105 Island Agrar

Bei einer Reise mit landwirtschaftlicher Perspektive ist Island sicherlich nicht die erste Wahl. Auf einer Fläche von knapp einem Drittel der Bundesrepublik leben nur etwas mehr als 300.000 Einwohner. Landwirtschaftlich nutzbar sind etwas mehr als 20 %. Ackerbau ist nur auf einem Prozent der Landesfläche möglich. Dafür sind allein 11 Prozent permanent von Eis bedeckt. Durch die Lage am Polarkreis (wenn auch teilweise durch den Golfstrom beeinflusst), hat Island also nur sehr begrenzte landwirtschaftliche Möglichkeiten. Überwiegend wird Rinder- und Schafhaltung betrieben. Die überschaubare Ackerfläche wird mit einigen Sommerkulturen wie Hafer oder Gerste bestellt. In den letzten Jahren sind die Temperaturen allerdings merklich angestiegen und ermöglichen nun auch den Anbau von Sommerraps.  


Die sichere Nahrungsversorgung war in der gesamten Geschichte Islands immer wieder eine große Herausforderung, auch wenn der Walfang und die Fischerei in der ökonomischen Bedeutung überwogen. Heute weist Island bei Milchprodukten und Schafsfleisch eine recht hohe Produktion auf, ist allerdings bei vielen anderen landwirtschaftlichen Rohstoffen auf Importe angewiesen. Eine Besonderheit ist noch erwähnenswert. Durch die vergleichsweise kostengünstige Nutzung von geothermalen Energiequellen gibt es recht viele Gewächshäuser, so dass Gemüse, Schnittblumen aber auch tropische Früchte produziert werden. In den Läden finden sich also tatsächlich frische (!) und heimische Ananas.

Landwirtschaftliches

Touristisches

Nur einige Beispiele von touristischen Zielen, die jeweils innerhalb von Tagestouren von Reykjavik aus erreichbar sind.

Weil schon Rückfragen kamen: Bei dem Flugzeugwrack handelt es sich um eine alte DC 3, die 1970 auf einer Schottenfläche notlanden mußte. Es gab nach meiner Kenntnis keine Verletzten (oder Schlimmeres). In den gängigen Reiseführern ist die DC 3 übrigens nicht verzeichnet und vor Ort ist es nicht ausgeschildert, was dazu führt, dass dort auch nur sehr wenige Touristen auftauchen. Für Fotofreunde ist dies allerdings ein absolutes Muss. Bei schlechtem Wetter sollte allerdings ein Allradfahrzeug zur Verfügung stehen. 


Insgesamt ist aber an den Bilder schon ersichtlich: Wer etwas Freude an Vulkanlandschaften, Gletschern und Wasserfällen hat, ist auf Island richtig. 


PS das letzte Bilder in der Serie zeigt dann übrigens einen Gletscher auf Grönland.